Teilstudiengang Schulpsychologie

Der Teilstudiengang Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt („Schulpsychologie“) vermittelt die wissenschaftliche Vorbildung für die Tätigkeit als Schulpsychologe/Schulpsychologin. Im Bereich der beruflichen Schulen haben Schulpsychologen eine Doppelqualifikation als Lehrkräfte einer beruflichen Fachrichtung und als SchulpsychologInnen.

Der Studiengang richtet sich damit an Studieninteressierte, die den Beruf mit der Doppelfunktion als Lehrkraft an beruflichen Schulen und als Schulpsychologe/Schulpsychologin ergreifen möchten. Bewerber sollten ein Interesse an pädagogisch-psychologischen Fragestellungen ebenso mitbringen wie die Fähigkeit zur akademischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen (u.a. medizinischen, sozialwissenschaftlichen, ethischen) Sachverhalten sowie zum Umgang mit mathematischen und statistischen Methoden.

Aufgrund des für den Eintritt in den Schuldienst erhöhten Gesamtumfangs (Bachelor, Master und Zusatzqualifikation, siehe Punkt Studienaufbau) richtet sich der Studiengang an besonders leistungsstarke Bewerber.

Der Teilstudiengang Psychologie mit schulpsychologischen Schwerpunkt wird in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München angeboten. Die Regelungen für Studierende der TUM mit dem Teilstudiengang Schulpsychologie in Kombination mit einem Fach der beruflichen Bildung unterscheiden sich teilweise von denen der LMU-Studierenden. Bei Unsicherheiten, welche Regelung für Sie zutreffend ist, kontaktieren Sie bitte die Studienberatung der TUM.

Informationen zu den Tätigkeitsfeldern und Aufgaben von Schulpsycholog/innen in Bayern finden Sie auf der Homepage der Schulberatung Bayern.

Der Teilstudiengang Schulpsychologie ist zulassungsbeschränkt. Es stehen jährlich 10 Plätze für Studienanfängerinnen und Studienanfänger zur Verfügung, welche durch ein lokales Numerus-Clausus-Verfahren vergeben werden.

Alle Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen und zur Bewerbung haben wir auf einer eigenen Seite zusammengefasst: Zulassung und Bewerbung.

Ein Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester möglich.

Der Bachelorteilstudiengang Schulpsychologie hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern. Studierende, die die Kompetenz für die Zulassung zum Schuldienst erwerben möchten, haben die Möglichkeit, im Anschluss den Teilstudiengang Schulpsychologie vollständig weiter zu studieren. In diesem Fall ist mit einer Regelstudienzeit von 12 Semestern zu rechnen. An die 6-semestrige Bachelorphase schließt eine 4-semestrige Masterphase sowie eine 2-semestrige Zusatzphase an.

Die komplette Studienzeit ist förderfähig mittels Bafög. Beachten Sie bitte, dass Sie für die Zusatzphase am Schluss von 2 Semestern einen extra Antrag beim Bafög-Amt stellen müssen.

Der Zugang zum Vorbereitungsdienst kann erst nach Abschluss der Zusatzqualifikation und nur in Verbindung mit einem Masterabschluss Berufliche Bildung (in der Fächerkombination berufliche Fachrichtung / Schulpsychologie) erfolgen.

Der Teilstudiengang Schulpsychologie ist nur in Verbindung mit einem Bachelor- bzw. Masterstudium Berufliche Bildung möglich. Die Schulpsychologie tritt dabei anstelle des Unterrichtsfaches.

Der zum Eintritt in das Referendariat erforderliche Studienumfang der Schulpsychologie umfasst 140 Credits. Die gegenüber einem Unterrichtsfach (80 ECTS) erhöhte Creditzahl resultiert aus dem notwendigen Erwerb von Zusatzqualifikationen, die für die Tätigkeit als SchulpsychologIn erforderlich sind.

Die Credits verteilen sich folgendermaßen:

  • 36 Credits entfallen auf die Bachelorphase 
  • 44 Credits auf die Masterphase
  • 60 Credits auf die Phase der Zusatzqualifikation

Für den Eintritt in den Schuldienst sind alle Module des Faches Schulpsychologie zu absolvieren. Die Ablegung der ersten Staatsprüfung ist nicht erforderlich. Bei erfolgreichem Ablegen aller Module des Teilstudiengangs Schulpsychologie wird eine Bestätigung des Erweiterungsfaches ausgestellt. Bei erfolgreichem Ablegen aller Module der beruflichen Fachrichtung des Bachelor- und Masterstudienganges Berufliche Bildung werden die Abschlussgrade Bachelor of Education bzw. Master of Education verliehen.

Die Module können hierbei grundsätzlich in frei wählbarer Reihenfolge studiert werden und sind nicht an eine bestimmte Studienphase (Bachelor, Master, Zusatzphase) gebunden. Um schon zum Abschluss der Bachelorphase ein stimmiges Qualifikationsprofil erwerben zu können, sind die Module in sieben Schwerpunktthemen gruppiert, von denen 1-2 in der Bachelorphase absolviert werden können:

  • Psychologische Grundlagen
  • Statistische Methoden
  • Psychologische Forschung
  • Sozialpsychologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Klinische und Beratungspsychologie
  • Schulpsychologische Praxis

Der Modulkatalog beinhaltet bei dem Ziel, alle 140 Credits zu studieren, idealtypischerweise in der Bachelorphase zunächst den Erwerb methodischer Grundlagenkompetenzen psychologischer Forschung (Statistische Methoden 1 und Statistische Methoden 2 sowie ein daran anschließendes und darauf aufbauendes sowie vertiefendes Empirisch-Psychologisches Praktikum) und Grundlagenkompetenzen in den Gebieten allgemeine, differenzielle, Persönlichkeits-, Entwicklungs- und Sozialpsychologie. Die dazugehörigen Module sind in der Regel in zwei Veranstaltungen geteilt – eine Grundlagenvorlesung sowie ein vertiefendes Seminar. In der Master- und Post-Masterphase werden nach dem gleichen Prinzip Grundlagenkompetenzen um die Bereiche pädagogische, klinische und Beratungspsychologie erweitert, die wiederum in je ein bis zwei Vertiefungsmodulen erweitert werden. Zudem vertiefen und erweitern die Studierenden ihre forschungsmethodischen Kompetenzen (Basiskompetenzen 1 und 2) und erwerben Anwendungskompetenzen in der Sozialpsychologie sowie in arbeitspraktischen Bereichen (Diagnostik und Gutachten).

Sobald die für eine Studienphase notwendige Creditzahl erreicht wird, gilt die jeweilige Studienphase bzgl. des Faches Schulpsychologie als abgeschlossen.

In der Bachelor- und Masterphase können zudem jeweils 6 Credits aus dem Studium der Schulpsychologie auf den Bereich der Sozial- und Bildungswissenschaften angerechnet werden:

  • Das Modul Sozialpsychologie (6 ECTS) wird auf Antrag für das Modul Grundlagen der Sozial- und Kommunikationspsychologie aus dem Bereich Sozialwissenschaften des Bachelor Berufliche Bildung anerkannt.
  • Das Modul Pädagogische Psychologie – Grundlagen (6 ECTS) wird auf Antrag für das Modul Allgemeine und Organisationspsychologie aus dem Bereich Sozialwissenschaften des Masters Berufliche Bildung anerkannt.

Beachten Sie: Eine Zulassung zu den zur Schulpsycholgie gehörenden Praktika erfolgt nur mit Vorkenntnissen und erfahrungsgemäß erst ab dem 4. Semester.

Konkrete Angaben zum Studienverlauf sowie zur Einbettung in den Studienkontext mit der jeweils gewählten beruflichen Fachrichtung und den Sozial- und Bildungswissenschaften finden sich in den Studienplänen.

Eine genauere Auflistung aller erworbenen Kompetenzen findet sich in den jeweiligen Modulbeschreibungen.

Der Teilstudiengang Schulpsychologie wird in Kooperation mit der LMU angeboten. Die Lehrveranstaltungen im Teilstudiengang Schulpsychologie werden an der LMU abgehalten.

Informationen zu "Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt" an der LMU finden Sie auf der Homepage der LMU

Im Rahmen des Studiums des Fachs Schulpsychologie sind drei Praktika abzuleisten, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen:

  • Ein Praktikum bei einem Schulpsychologen/einer Schulpsychologin an einer Schule oder an einem Schülerheim im Umfang von 6 ECTS-Punkten
  • Zwei Praktika im Umfang von je 6 ECTS-Punkten an
    a) Kindergärten, Kinderhorten, Einrichtungen der Jugendarbeit,
    b) außerschulische Einrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche sowie Einrichtungen der Heimerziehung,
    c) Erziehungsberatungsstellen und weitere Beratungsstellen für Jugendliche,
    d) Einrichtungen der Wirtschaft zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen und Mitarbeitern;
    Die zwei gewählten Einrichtungen müssen verschiedenen Gruppen (Buchst. a bis d) angehören.

Die in den drei Pratika erlangten ECTS sind Bestandteil der 140ECTS des Teilstudiengangs Schulpsychologie.

Die Organisation der schulpsychologischen Praktika erfolgt eigenständig durch die Studierenden, welche administrativ durch das Praktikumsamt Oberbayern-Ost betreut und von Lehrenden sowie der Studienberatung bei Bedarf unterstützt werden.

Das vorgelagerte, allgemein didaktisch-pädagogische Schulpraktikum (Teil des Moduls TUMPaedagogicum im Bachelor Berufliche Bildung) findet in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem 1. und dem 2. Semester statt. Im Master Berufliche Bildung ist außerdem ein Praktikum in der beruflichen Fachrichtung abzuleisten. Das für gewöhnlich abzuleistende fachdidaktische Blockpraktikum im Unterrichtsfach (Master Berufliche Bildung) entfällt. Somit lassen sich die 3 schulpsychologischen Praktika unter Berücksichtigung des sonstigen Workloads während des Studiums gut auf die vorlesungsfreie Zeit zwischen 4. und 12. Semester aufteilen.

Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

Bei erfolgreichem Ablegen aller Module des Teilstudiengangs Schulpsychologie wird eine Bestätigung ausgestellt.

Bei erfolgreichem Ablegen aller Module des Bachelor- bzw. des Masterstudienganges Berufliche Bildung werden die Abschlussgrade Bachelor of Education bzw. Master of Education verliehen.

Die Präsentation der letzten Informationsveranstaltung finden Sie hier.