Update 11.01.2023 - Challange accepted: Konzeption sowie Ausarbeitung für die Phase 2 beendet – Anwendung folgt

Die Phase 3 startet ab 17. Januar 2023 an den Berufsoberschulen in Kaufbeuren und Rosenheim – die Schülerbefähigung zum Themenbereich „Social Entrepreneurship Education“ beginnt.

Ende November 2022 haben sich die teilnehmenden Studierenden aus den Fachwissenschaften Wirtschafts- sowie Politikwissenschaften und Wirtschaftspädagogik auf zwei Teams aufgeteilt und jeweils die Challenge einer beruflichen Schule angenommen. Die ersten Konzeptionsideen wurden in einer virtuellen Sitzung, Mitte Dezember 2022 mit den beteiligten Studierenden, den Dozierenden der Professur als auch mit den externen Lehrbeauftragten reflektiert und Impulse für die weiteren Umsetzungs- sowie Ausarbeitungsmöglichkeiten an der jeweiligen Schule reflektiert.

Die beteiligten Schulen und Lehrkräfte wurden ebenfalls um Rückmeldung gebeten und somit konnten die zwei Teams Ihre konkrete Ausarbeitung starten. Nächste Woche, d.h. am 17. Januar 2023, startet das Team Rosenheim mit seiner Umsetzung im Wahlpflichtkurs „Wirtschaft aktuell“, in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft der 12. Jahrgangsstufe der Staatlichen FOSBOS Rosenheim. Eine Woche später, am 31. Januar 2023, startet das Team Kaufbeuren mit seiner Umsetzung in der 13. Jahrgangstufe der Staatlichen FOSBOS Kaufbeuren, ebenfalls in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft, allerdings im Profilfach „Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen“.

Wir sind gespannt, wie die Studierenden die jeweiligen Schülerinnen und Schüler sowie die beteiligten Lehrkräfte mit den vielfältigen Methoden und neuen Inhalten zum Themenbereich „Social Entrepreneurship Education“ begeistern sowie befähigen können, um gesellschaftliche sowie nachhaltige Probleme vor Ort zu erkennen und Lösungs(geschäfts)modelle zu erarbeiten und ggf. umzusetzen.

Update 15.11.2022: Insights in das neue Wahlmodul Social Entrepreneurship Education an und mit beruflichen Schulen (SOT10028)

Das erstmalig in diesem Wintersemester 2022/2023 angebotene Seminar „Social Entrepreneurship Education an und mit beruflichen Schulen“ (SOT10028) ist gestartet. Das Seminar zeichnet sich durch abwechslungsreiche Methoden, Übungen und Spiele aus, die die Thematik Nachhaltigkeit und Unternehmertum alias Social Entrepreneurship verdeutlichen. In und für diese Lehrveranstaltung sind eine Vielzahl an Kooperationspartner (SEAkademie, Projekt: „Impact for Future“ sowie ALMSE-Akademie) involviert. Die für die Studierenden in Zusammenarbeit mit der Professur für Wirtschaftspädagogik (TU München) ein innovatives Seminarformat geschaffen haben. Dabei wurde bereits die mögliche Umsetzung an beruflichen Schulen angestoßen. Das Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung „Projektbasiertes Lehren und Lernen 2022“ im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert. Im Folgenden wird ein erstes Resümee gezogen und ein Blick in die Zukunft gegeben.

In der darauffolgenden Blockveranstaltung am 28.10. sowie 29.10.2022 wurde der weitere Grundstein, im Rahmen des SEA:starts gelegt, um ab Anfang November die Inhalte alla „Train-the-Trainer“ zu vertiefen. In den Veranstaltungen beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen sowie verschiedenen Möglichkeiten, um gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Mitteln zu lösen. Durch den intensiven Austausch konnten die Studierenden bereits mittels der Innovationsmethode Design Thinking, eine eigene Idee für ein Social Enterprise entwickeln und diese anhand des Business Models Canvas ausarbeiten sowie visualisieren. Die Ideen wurden abschließend durch einen Pitch vor den Kommilitoninnen und Kommilitonen geteilt und auf Machbarkeit sowie Wirkung beurteilt. Eine Feedbackrunde schloss die Grundlagenvermittlung ab.

Zudem war im Rahmen des SEA:starts eine der Mitgründerinnen von GUUDCard, Alisa Friedrichs, als Live Case am 28.10.2022 anwesend. Alisa zeigte den Gründungprozess ihres Social Start-ups sowie die vielfältige Arbeit praxisnah auf. Weiter erläuterte sie sehr anschaulich das Geschäftsmodell des Social Enterprises und ging auf einzelne aktuelle Herausforderungen des Unternehmens ein. Diese Herausforderungen wurden gemeinsam mit den Studierenden diskutiert und mögliche Lösungsansätze besprochen. Zudem lernten die Studierenden den Einsatz und Nutzen des Business Modell Canvas praxisnah kennen, indem sie das Geschäftsmodell von GUUDCard nachskizzierten.

Seit Anfang November werden die Studierenden auf ihren Unterrichtseinsatz an beruflichen Schulen vertieft vorbereitet.

Ab Anfang Dezember werden die Studierenden in Absprache mit zwei beruflichen Schulen – FOSBOS Kaufbeuren sowie FOSBOS Rosenheim – erste Umsetzungskonzepte für den Wirtschaftsunterricht erarbeiten. Zielsetzung ist, dass die Studierenden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II dazu befähigen, Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme (z.B. in den Bereichen Umweltschutz, Armut und Hunger, Selbstbestimmung und Menschenrechte) zu entwickeln und diese mithilfe nachhaltiger Geschäftsmodelle zu realisieren.

Während der gesamten Projektphase werden die Studierenden neben den Dozent*innen der Professur für Wirtschaftspädagogik auch von Susanna Klein, Gründerin der ALMSE-Akademie sowie Lehrkraft der Mittelschule Kolbermoor begleitet und hinsichtlich der Umsetzung in der Schule beraten. Die inhaltliche und organisatorische Koordination des Projekts liegt in der Hand von Frau Kerstin Kiefer.